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Fit und gesund in den Frühling!

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und der Frühling steht bereits direkt vor der Tür. Das ist die Zeit, in der wir wieder länger im Stall sind, größere Ausritte unternehmen und unsere Pferde wieder auf die Koppeln lassen.

Wichtig ist hierbei nicht zu vergessen, die Pferde wieder langsam an längere Ritte durchs Gelände zu gewöhnen und nicht direkt mit einem mehrstündigen Ausritt zu starten. Wenn du den ganzen Winter über fleißig im Gelände warst brauchst du dir hier keine Sorgen machen. Für alle Anderen gilt: langsam anfangen, das Pferd Schritt für Schritt auftrainieren und nicht überfordern. Auch die Hufe müssen sich erst an die neuen Bedingungen gewöhnen, die der Frühling nun bringt: Die Böden sind jetzt langsam wieder trockener und härter.

Ein weiteres Thema, das momentan bei den meisten Pferdebesitzern im Fokus steht ist das Angrasen. Der Darm deines Pferdes muss sich erst langsam wieder an das junge Gras, das reich an Eiweiß, Zucker und Rohfaser ist gewöhnen. Zu schnelles Anweiden führt zu Durchfall und Koliken oder kann sogar Hufrehe hervorrufen.
Gut ist es zu Beginn mit maximal 15 Minuten auf der Koppel zu beginnen oder mit dem Pferd an der Hand grasen zu gehen. Vor dem Angrasen sollte dein Pferd mit ausreichend Heu und Stroh versorgt worden sein. Innerhalb von drei bis vier Wochen kannst du die Zeit auf der Koppel dann langsam erhöhen.
Das Grasen an der Hand kannst du auch direkt als Trainingseinheit nutzen. Die meisten Pferde sind gerade jetzt zu dieser Zeit ,,sehr scharf” auf das frische Gras und das liebe Pony von nebenan zieht schon mal seine Besitzerin durch die Wiese wenn es unbedingt fressen möchte. Aber das muss nicht sein!
Auf dem Weg zur Wiese prüfe ich immer wieder die Aufmerksamkeit meines Pferdes. Ich achte darauf, dass es in angemessener Position neben mir geht und auf mich achtet. Ich halte immer wieder an, laufe Schlangenlinien oder drehe auch zwischendurch für ein paar Meter wieder um. Wenn mir mein Pferd gut zuhört arbeite ich mich langsam an die Grünflächen heran und lasse es zuerst auf dem Gras gehen ohne zu fressen. Sobald ich merke, dass mein Pferd seinen Kopf wegdreht oder die Nase nach unten zieht korrigiere ich es, lasse es auf einer Volte um mich herumgehen und treibe es vorwärts. Wichtig ist hier, nicht am Strick zu ziehen, das Pferd würde dagegen ziehen und als Mensch habe ich niemals die nötige Kraft den Pferdekopf vom Gras wegzubringen. Deshalb treibe ich das Pferd mit dem Seilende vorwärts und hole mir seine Aufmerksamkeit zurück. Erst wenn ich ein Signal gebe, darf mein Pferd grasen. Ich lasse dann den Strick lang und gehe neben meinem Pferd her, es darf die Richtung weitestgehend selbst bestimmen und ich folge ihm. Sobald die Zeit auf dem gras vorüber ist zupfe ich ganz leicht am Strick um mein Pferd wieder aufmerksam zu machen und treibe es dann von hinten wieder vorwärts. Auch hier achte ich wieder darauf, dass das Pferd in einer guten Position neben mir geht und seine Aufmerksamkeit auf mich gerichtet habe.
Wichtig ist es, dem Pferd den Unterschied zwischen Laufen/Führen und Grasen so deutlich wie möglich zu machen. Achte hierbei auch auf deine Körpersprache (angemessene Grundspannung beim Führen, Entspannung beim Grasen). Die meisten Pferde lernen den Unterschied zwischen gemeinsam Gehen und gemeinsam Grasen sehr schnell und das Anweiden endet nicht in einem Ziehen und Zerren, bei dem weder Pferd noch Mensch zufrieden sind.

Damit wünsche ich dir viel Spaß beim Genießen des tollen Wetters und einen gesunden Start in den Frühling mit deinem Partner Pferd!

Hier siehst du die Eröffnung der Koppelsaison bei uns im Stall. Die Pferde haben sich riesig gefreut!

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