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Was muss ich bei der Trainingsplanung beachten?

Gutes Training ist abwechslungsreich und herausfordernd aber niemals überfordernd. Wichtig für eine sinnvolle Strukturierung deines Trainings ist es sich klare Ziele zu formulieren. Dies Ziele müssen realistisch sein und in kleinere Teilziele zerlegt werden. Nach und nach werden die einzelnen Teilziele erreicht, was immer wieder für Erfolgserlebnisse und Motivation führt.

Neben Abwechslung im Training und kleinschrittiger Vorgehensweise ist auch die Sport- und Trainingslehre zu beachten. Muskeln wachsen vorrangig in den Erholungsphasen. Das Gehirn verarbeitet das Gelernte in den Pausen. Es macht also wenig Sinn eine Woche lang dieselbe Übung bis zum Umfallen zu reiten, weil dann weder sportphysiologisch noch psychologisch Fortschritte zu erwarten sind. Ein gutes Intervall sind etwa 48 Stunden um eine Übung zu wiederholen. Ich kann also an einem Tag z.B. vorrangig die Hinterhand trainieren, am nächsten Tag gehe ich spazieren und am folgenden Tag trainiere ich wieder die Hinterhand. Natürlich wird das Pferd immer als ganzes trainiert, ich kann schließlich nicht nur auf der Hinterhand reiten. Dennoch kann der Fokus durch gezielte Übungen immer wieder neu gelegt werden.

Meine Trainingspläne wechseln immer zwischen Longieren, Reiten und Geländetraining ab. Außerdem gibt es Tage an denen aktiv pausiert wird, das bedeutet, das Pferd wird weder physisch noch psychisch gefordert. Diese Pausentage können auf der Koppel oder mit einem lockeren Spaziergang verbracht werden oder das Pferd kann gepflegt und massiert werden.

Wichtig zu wissen ist auch, dass ein Trainingsplan nicht nur für Turnierpferde geeignet ist. Jedes Pferd sollte entsprechend seiner Fähigkeiten gefordert werden und Muskeln müssen systematisch aufgebaut werden, um jahrelang einen Reiter tragen zu können ohne dabei gesundheitlichen Schaden zu nehmen.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt bei der Arbeit mit Trainingsplänen ist, dass sie Orientierung bieten aber nicht in Stein gemeißelt sind! Es kann immer wieder spontan Tage geben, an denen aus gewissen Gründen der Plan nicht durchführbar ist. Hier müssen die einzelnen Trainingsziele dann neu geordnet werden um sinnvoll weiter zu arbeiten.

Wie genau die optimale Bewegung aussehen sollte erkläre ich in meinem Kurs Trainingsplanung für Freizeitreiter. Dort gehen wir ganz intensiv auf das Thema ein.

Eine kleinere Version des Kurses ist mittlerweile auch erschienen: Basis- und Aufbautraining, Grundlagenausdauer. In diesem Kurs geht es darum, wie man ein Pferd gezielt auftrainieren kann und wie es durch ein gutes Basis-Training langfristig gesund bleiben kann.

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